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Schmerztherapiezentrum Bad Mergentheim

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Das Bundesministerium für Gesundheit teilt auf der Web-Seite der Bundesregierung mit, dass alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation haben und sich ihre REHA-Klink sogar selbst aussuchen dürfen. Lesen Sie dazu auch einen Brief des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der Länder als Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenkassen. Dieses Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05 und Hessen ((Az.: L 1 KR 2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet, die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu berücksichtigen (eine Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst zu)). Das Wahlrecht (gilt auch für Anschlußheilbehandlungen) betrifft nach §9 Sozialgesetzbuch IX nicht nur Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen, sondern alle gesetzliche Rehabilitationsträger, also auch Rentenversicherungen oder Unfallversicherungen. Die deutsche Gesellschaft für medizinische Rehabilitation hat dazu eine informative Broschüre herausgegeben: hier klicken.

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Schmerzklinik (1), Schmerzklinik (2)

Schmerztherapiezentrum
Schmerzklinik & Schmerzpraxis
Schönbornstr. 10  - 7980 Bad Mergentheim

KREUZBEIN
weitere Suchbegriffe: Schmerzen, Entzündung im Os sacrum

Das Kreuzbein heiß in der Fachsprache Os Sacrum. Es befindet sich zwischen Lendenwirbeln und Steißbein.
Das Kreuzbein ist in Form eines (groben) Dreiecks schaufelförmig angelegt. Es ist aus der Fusion
(= Verschmelzung) von 5 Wirbeln entstanden und durch eine Zwischenwirbelscheibe mit dem letzten Lenden- und dem 1. Steißbeinwirbel verbunden.

Das Kreuz/Darmbein-Gelenk stellt die knöcherne Verbindung zwischen dem Darmbein des Beckens und dem Os sacrum her und verbindet Becken und Wirbelsäule gelenkig miteinander.

Schmerzen im Os sacrum werden auch als Sakralg ie bezeichnet.

Kreuzbein schmerzen sind überwiegend traumatisch (= verletzungsbedingt) verursacht, hauptsächlich in Form von Prellungen, ein Kreuz bein bruch ist eher selten. Nach einer Prellung sind länger anhaltende Schmerzen i.d.R. Folge einer unspezifischen Kreuzbein en tzündung, hpts. in Form einer Knochenhauten tzündung.

Weitere Ursachen, die aber eher selten sind:

  • Sakralisation - Unter einer oberen Sakralisation versteht man eine komplette oder inkomplette (= unvollständige) (asymmetrische) mit Formangleichung verknüpfte Verschmelzung des 5.Lenden wirbelkörpers mit dem Kreuz bein. Bei der unteren Sakralisation kommt es zu eine Verschmelzung mit dem 1. Steißbein wirbel, was zusätzlich zu Steißbeinschmerzen führen kann.

  • Erkrankung der Iliosakralgelenk e (= durch starke Bänder gewährleistete gelenkähnliche Verbindung zwischen dem Kreuzbe in und den Becken knochen). Meist liegen funktionelle Störungen vor, die betroffenen Patienten klagen besonders bei Rumpfbeugung, verbunden mit Drehung, über Schmerzen im lumbosakralen Übergangsbereich (= unterer Lendenwirbelsäule n- und oberer Kreuzbe inbereich), aber auch typischerweise über Schmerzen im Bereich der Spina iliaca posterior superior (= hinterer oberer Darmbeinstachel) mit unspezifischen Ausstrahlungen in die Beine (Gesäß, hinterer und seitlicher Oberschenkel bis zur Wade und evtl. Ferse).
    Neurologische Ausfälle
    (= Nervenstörungen) bestehen nicht. Häufiger kommen diese Patienten mit der (falschen) Diagnose „Ischiolumbalgie“.

  • Infolge Kompression (= Einengung) der sog. Ner ven clunium recurrentes in den Kreuz beinlöchern (Wurzelkompression).

  • Bei retroperitonealer (= hinter dem Bauch fell gelegener) Metastasierung eines Hoden tumors.

  • Bei einer Tuberkulose ist häufiger auch das Hüftgelenk mit einbezogen, man spricht dann von einer Sakrokoxalgie.

Wie oben schon angedeutet, kann ein Sch merz im Os sacrum auf eine Entzündung zurückzuführen sein. Eine Entzündung ist die vom Bindegewebe und den Blutgefäßen getragene Reaktion des Organismus auf einen äußeren oder innerlich ausgelösten Entzündung sreiz mit dem Zwec k, diesen zu beseitigen o der zu inakt ivieren und die reizbedingte Gewebssch ädigung zu repar ieren (n. Roche-Lexikon).

Generell kann eine Entzündung ja viele Ursachen haben. Physikalische Faktoren (ionisierende Strahlen, UV-Licht, Wärme, Kälte) oder chemische Stoffe (Laugen, Säuren, Schwermetalle, bakterielle Toxine, Allergene und Immunkomplexe) scheiden aber als Ursache für eine Entzündung im Os sacrum i.d.R. aus. Praktisch kommen nur zwei Möglichkeiten in Frage:

  1. mechanische Reize (Fremdkörper, Druck, Verletzung)

  2. Erreger (Mikroorganismen, z.B. Bakterien)

Zu einer bakteriellen Entzündung kann es nach offenen Verletzungen kommen, aber auch iatrogen (= durch ärztliche Einwirkung im Rahmen von Diagnostik oder Therapie entstanden), selten hämatogen (= über das Blut, die Blutbahn eingeschleppt).

In aller Regel ist bei einer Entzündung des Os sacrum die Knochenhaut betroffen (Periostitis), nicht selten in Kombination mit dem Knochengewebe (Ostitis bzw. Osteitis).

Therapie

Nachstehend beschriebene, invasive (= in den Körper eindringende) Therapiemethoden der speziellen Schmerztherapie setzen eine sehr gründliche fachärztliche Ausbildung voraus, weshalb sie nur in wenigen therapeutischen Einrichtungen angeboten werden können. Insbesondere sind die kontinuierlichen Blockaden mittels eingepflanztem Katheter in Deutschland nur in ganz wenigen (Schmerzzentren) Schmerzkliniken durchführbar, so z.B. in Bad Mergen theim.

Bei anhaltenden Schmerzen im Kreuzbein hat sich die therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) sehr bewährt.

  1. Die sakralen (= dem Kr euzbein entstammenden) Nervenwurzel n sind einzeln in den paarig angeordneten 8 Foramina sacralia (= kleine Öffnungen im Kreuzbein) blockierbar. Wiederholt werden jeweils 1-2 ml Bupivacain (z.B. Carbostesin®) 0,25% eingespritzt.
    In aller Regel reicht es aber nicht aus, diese Behandlung, wie leider so oft üblich, nur 1-2 mal pro Woche durchzuführen, da selbst die lang wirkenden Lokalanästhetika
    (= örtliche Betäubungsmittel) nur ein paar Stunden anhalten. Wir führen eine solche Behandlung konsequent 2 bis 3 mal täglich, auch am Wochenende durch, was aber nur stationär oder zumindest teilstationär möglich ist.

  2. Als nächst höhere Therapiestufe können bei Schmerzen im Kreuzbein engmaschig wiederholte Kaudalblockaden (Sakralblockaden) durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um eine sog. rückenmarknahe Betäubung, die über einen kleinen Spalt im Kreuzbein (Sakralkanal) durchgeführt wird.
    In hartnäckigen Fällen kann diese Betäubung auch kontinuierlich mit einem eingepflanzten Kunststoffschlauch (Katheter*) erfolgen, sofern dieser wegen der der Gefahr einer Infektion (Nähe zum Enddarm!) seitlich unter der Haut mittels einer Untertunnelung weggeführt wird. Statt mit einem örtlichen Betäubungsmittel kann die rückenmarknahe Blockade / Betäubung auch mit einer verdünnten Morphin-Lösung durchgeführt werden, allerdings ist dabei die oft zu beobachtende, über die Behandlungszeit hinaus anhaltende Wirkung deutlich weniger ausgeprägt.

  3. Schließlich, in ganz hartnäckigen und sehr schmerzhaften Fällen, wird man sich zu einer kontinuierlichen, lumbalen (= den Lenden bereich betreffenden) epiduralen Blockade mit Katheter* entschließen. Diese Methode hat gegenüber der oben beschriebenen, kontinuierlichen kaudalen Blockade den Vorteil, daß der eingepflanzte Katheter länger im Körper belassen werden kann, da das Risiko einer Infektion (= Eindringen von Mikroorganismen wie z.B. Bakterien) hier geringer ist.

Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei diesen Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Nerven betroffen sind (Sympathikolyse), woraus im behandelten Körperbereich eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert. Dies ist der Grund, warum diese Behandlungsmethode besonders bei Schmerzen, die durch entzündliche (Entzündung im Os sacrum !) oder auch degenerative (= abnutzungsbedingte) Prozesse entstanden sind, hilfreich ist. Gleiches gilt für auch Schmerzen im Rahmen einer Nervenerkrankung, da eine verbesserte Durchblutung auch den Nervenzellstoffwechsel optimiert. Nach neueren Erkenntnissen vermag eine solche  intensive Blockadebehandlung auch das sog. Schmerzgedächtnis zu löschen.

  • Daß Lokalanästhetika (= örtliche Betäubungsmittel) auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.

Bei einer bakteriellen Kreuzbei n entzündung ist es sehr vorteilhaft, das zuvor ausgetestete Antibiotikum parallel zur Behandlung mit dem örtlichen Betäubungsmittel zu verabreichen, weil dann der Wirkstoff aufgrund der besseren Durchblutung die Bakterien auch in ausreichender Konzentration erreicht.

Begleitende Therapiemaßnahmen:
In manchen Fällen ist die Magnetfeldtherapie
(pulsierende Signaltherapie) hilfreich. Teilweise bringt auch eine Akupunktur (Schmerzakupunktur) zufriedenstellende Resultate. Auch eine sog. Hochtontherapie kann sehr hilfreich sein.

Beim einem chronischen Schme rz im Os sacrum sind hypnoide (= bewußtseinsverändernde) Verfahren wie autogenes Training oder progressive Relaxation nach Jakobson eine sinnvolle Ergänzung der Gesamtstrategie. Bestehen Schmerzen im Os sacrum längerfristig, so ist im Rahmen einer psychologischen Begleitbehandlung auch ein Schmerzbewältigungstraining sinnvoll.

* Bei der sog. kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird ein dünner Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Nerven eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das Lokalanästhetikum (= örtliche Betäubungsmittel) völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden.

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Welche Vorteile bietet eine Schmerzbehandlung im
SCHMERZTHERAPIEZENTRUM Bad Mergentheim?

  • Große Erfahrung, in der Klinik werden schon seit 1983 ausschließlich Patienten mit chronischen Schmerzen behandelt.

  • Für gesetzlich versicherte Patienten werden nach § 40 bzw. 111 SGB V Rehabilitations- und für Privatpatienten (auch Beihilfe) Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Teilweise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die Kosten.

  • Hohe fachliche Kompetenz, die Klinik bzw. der Chefarzt besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung der Ärztekammer für das Fachgebiet "Spezielle Schmerztherapie", 1 Jahr Anästhesie sowie 18 Monate Physikalische und Rehabilitative Medizin.

  • Umfassendes Therapieangebot, Durchführung aller anerkannten schulmedizinischen und einiger naturheilkundlichen Therapieverfahren, auch Akupunktur, bis hin zur Implantation von Morphinpumpen und Rückenmarkstimulationssystemen.

Zu weiteren Informationen (u.a. Vordrucke zur Beantragung der Kostenübernahme bei dem jeweiligen Kostenträger, Steuertipps für Selbstzahler, Anfahrtsbeschreibung usw.) gelangen Sie hier  (einfach anklicken).

Die Klinik im Film - Zu einem 3-min. Fernsehbeitrag über Schmerzbehandlungen gelangen Sie hier (einfach anklicken).

Infos können Sie zu jeder Tages- oder Nachtzeit anfordern, auch am Wochenende!
 Tel.: +49 (0) 7931 - 5493-0   *   Fax:  +49 (0) 7931 - 5493-50

Wenn Sie ein ernstes Schmerzproblem haben, können wir Sie werktäglich zwischen 11 und 12 Uhr mit einem erfahrenen Arzt verbinden.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben, schicken Sie uns einfach ein kurzes Mail: schmerzklinik@schmerzklinik.com. Wir antworten umgehend.

Eine Auswahl weiterer Schmerzthemen
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Aktualisiert:>22.09.2009</> a&bl90-
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<strong>Kreuzbein</strong> <strong>Schmerzen im Kreuzbein</strong>
<strong>Entzündung im Kreuzbein</strong>

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